Schule

Lernen sollte Spaß machen… Tut es aber nicht.

Ich bin jetzt seit vielen Jahren aus der Schule “entlassen” und eins kann ich sagen: Das meiste, was ich dort lernen durfte/musste, brauch ich heute für mein Leben absolut nicht. Was Mathe angeht, reicht der Standard völlig aus. Sicherlich gibt es Fachrichtungen wo man speziell Mathe braucht, aber das hat ja wiederum nichts mit dem Alltag zu tun und wird dann nochmal vertieft im Studium oder Beruf, wenn man sich dann bereits für einen Lebensweg entschieden hat.

Man wird aber erst gar nicht auf das Leben vorbereitet. Natürlich ist Allgemeinbildung wichtig, aber jeder sollte für sich selber entscheiden, was ihn interessiert. Vielleicht sollte sowas eine Klasse gemeinsam entscheiden und nicht stur alles durch ballern was vorgegeben ist. Was mir vor allem aufgefallen ist, ist dass die Fakten in Geschichte oder auch anderen Fächern z.b. oft nicht übereinstimmen. Jeder Mensch mit Internetverbindung, oder auch einem Bibliotheksausweis, kann selbst zu Hause nachforschen und sieht oft, dass sich die Meinungen und Ansichten weit auseinander bewegen. Aber man soll ja strikt nach Lehrbuch lernen. Ich halte das für falsch. Diskussionsrunden und Alternativmeinungen sollten zu gelassen werden und nicht bewertet werden mit Zensuren. Ein freier Geist sollte sich entwickeln und man sollte mehrere Quellen checken, bevor man alles glaubt was man da vermittelt bekommt.
Viele Dinge werden außerdem einfach außer acht gelassen. Was passiert denn eigentlich nach der Schule? Wie bewirbt man sich richtig? Wie schließt man Versicherungen ab? Wie füllt man diverse Anträge aus? Steuererklärung? All dieser alltägliche Kram. Man wird in die weite Welt hinaus geschickt, ohne diese Dinge kennengelernt zu haben. Aber das Kleopatra die Geliebte von Gaius Iulius Caesar war, das ist natürlich wichtig. Manche Themen in der Schule werden einfach bis zum Erbrechen durchgesprochen. Der dazu extrem einseitige und langweilige Unterrichtsstil der Lehrer, macht’s nicht gerade einfacher.

Die Unterrichtsstunden sind außerdem viel zu lang. Ein Mensch kann sich nicht durchgehend 45 Minuten konzentrieren. 20 Minuten und dann ist Schluss.
Von den Schülern wird viel zu viel verlangt, sie kommen aus der Schule und gehen wieder in die Schule. Das geht über die Hausaufgaben bis hin zum ständigen Leistungsdruck, der entsteht, weil sie dem Pegel nicht halten können. Morgens aufstehen, Schule bis Nachmittags, danach Hausaufgaben, kaum Freizeit, schlafen und das Spiel beginnt von vorne. Kein Wunder, dass so viele rebellisch werden und kein Bock mehr haben. Oder sie versuchen dem ganzen Stand zu halten, auf Kosten ihres Soziallebens. In Südkorea und Japan, gibt es aufgrund dieses Leistungsdrucks jährlich eine extrem hohe Selbstmordrate.
Ich denke sowieso das Hausaufgaben sinnlos sind, völlig überflüssig. Was die Kinder nicht im Unterricht verstehen, verstehen sie auch nicht alleine zu Hause und was sie bereits verstanden haben, muss ja wohl nicht zeitverschwendend wiederholt werden, wenn man in der Zeit etwas sinnvolleres tun könnte. Laut mehreren Studien, werden die Kinder dadurch auch nicht unbedingt besser in der Schule. Das Wissen muss durch Interesse und Spaß aufgenommen werden. Visuelle Reize und Praxis spielen eine große Rolle. Ich warte auf den Tag, an dem die alten Greise endlich abdanken und Menschen mit fortgeschrittenen Erkenntnissen walten lassen.

Kommentar auf folgenden Beitrag: https://wissenschaftblog.wordpress.com/2015/06/02/warum-es-mit-der-schule-so-nicht-weiter-geht-2/

Pic by http://liese-lotta.deviantart.com/

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s