Produkttest · Test

Ayurvedische Zahnpasta im Test (Vegan)

Da ich generell immer auf der Suche bin nach der perfekten Zahnpasta, stell ich nun meinen derzeitigen Favoriten vor.
Für mich sollte Zahnpasta immer ohne Fluorid sein, ohne Schäumer und ohne Glutamat, andere gefährliche chemische Stoffe sind natürlich auch unerwünscht.
Ich habe zuerst die Zahnpasta von Apeiron ausprobiert. Auromère Kräuter Zahnpasta. Sie enthält 24 ayurvedische Pflanzenextrakte. Die Zahnpasta ist frei von Schäumern, Fluoriden und Tensiden, was mich allerdings stört ist das Natriumbenzoat und das Sorbit, weshalb ich schnell umgestiegen bin.
E211 | Natriumbenzoat
Die Risiken:
Benzoesäure kann in sehr seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen, in Form von Asthmaanfällen oder allergischem Schnupfen. Mit Benzoesäure und Benzoaten konservierte Lebensmittel sind für Katzen extrem giftig. Lebensmittelreste mit diesem Zusatzstoff dürfen nicht an Katzen verfüttert werden. In Reagenzglas- und Tierversuchen versuchen zeigten Benzoesäure und Benzoate zudem eine zell- und erbgutschädigende Wirkung.Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefizite bei Kindern können durch Benzoesäure und Benzoate verstärkt werden. In der 2007 in England durchgeführten, so genannten „Southampton-Studie“, wurde doppeltblind und Placebo-kontrolliert ein direkter Zusammenhang zwischen der Nahrungsaufnahme von einigen Farbstoffen sowie Benzoesäure (E210 bis E213) und dem hyperaktiven Verhalten von Kindern im Alter von 3 bzw. 8-9 Jahren festgestellt. Quelle: http://www.food-detektiv.de/
Auf der Packung steht, dass die Zahnpasta auch für Kinder geeignet sei. Ich rate nicht dazu.
E420 | Sorbit
Die Risiken:
Bei Aufnahme größerer Mengen Sorbit (mehr als 50 Gramm pro Tag) kann es Durchfall verursachen, weil es Wasser in den Dickdarm ziehen kann. Menschen mit der so genannten Sorbitintoleranz müssen diesen Zusatzstoff grundsätzlich meiden. Da sie den Stoff im Dünndarm nicht abbauen können, bekommen sie Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Diese Krankheit kommt indessen sehr selten vor. Quelle: http://www.food-detektiv.de/
Als ich die Pasta das erste mal benutzte, hatte ich das Gefühl sie würde nach Marzipan schmecken, beim zweiten mal änderte sich der Geschmack zu Anis und blieb auch so.
Sie ist sehr mild und überhaupt nicht scharf. Mein empfindliches Zahnfleisch hat sich schnell reguliert. Dennoch muss ich von dieser Zahnpasta abraten, da schon ein seltenes Risiko ein zu hohes Risiko ist.

Dann fand ich die Zahnpasta von Maharishi Ayurveda. Ayurdent classic. Angeblich sind alle Kräuter aus den Höhen des Himalaya gesammelt. Auch hier gibt es keine Schäumer, keine Fluoride und kein Glutamat. Allerdings wieder das ungeliebte Sorbit, wer allerdings keine Sorbitintoleranz hat, kann vielleicht darüber hinweg sehen. Die Inhaltsstoffe sollten sich genau angeschaut werden, falls irgendeine Allergie besteht, da die Zahncreme extrem viele verschiedene Kräuter enthält und auch allergieauslösende Stoffe. Ich bin dennoch zu diesem Zeitpunkt sehr zufrieden mit der Zahnpasta, auch wenn sie mir am Anfang zu scharf war, woran man sicher allerdings schnell gewöhnt. Ich halte ihr zu gute, dass die oben erwähnten Zusätze nicht enthalten sind, auch wenn sie nicht perfekt ist. Meine Zähne werden nun sogar sauber, wenn ich eine weiche Zahnbürste benutze. Ausserdem habe ich kaum noch Zahn- bzw. Zahnfleischschmerzen, diese sind komplett zurück gegangen. Das will doch was heissen. Meine Mundflora scheint sich allgemein reguliert zu haben.
Ich muss dazu sagen, dass es extrem schwer ist Zahnpasten ohne Glutamat zu finden und diverse andere schädliche Stoffe. Selbst in der Bioindustrie wird das immer schwerer. Ich geb mich daher erst einmal mit dieser Pasta zufrieden, bis ich was besseres gefunden habe, was ich aber für unwahrscheinlich halte, da ich schon ewig nach Alternativen zu den sonstigen Biozahncremes suche. Wer vielleicht noch den ein oder anderen Tipp für mich hat, kann sich gerne melden. 🙂
Eure Mia
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24 Kommentare zu „Ayurvedische Zahnpasta im Test (Vegan)

    1. Die Ayurdent kostet 4 bis 5 Euro im Laden. Ich glaub ich hatte 4,79 bezahlt. Die hält aber echt ewig. Ich benutze sie zusammen mit meinem Mann und sie hat ca. 2 bis 3 Monate gehalten. Im Internet kostet sie auch in etwa so viel, nur dass man noch Versandkosten oben drauf bezahlen muss.

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  1. Interessant – diese Marke kannte ich noch gar nicht. 🙂
    Hast du schon einmal Zahnpasta selbst gemacht? Das geht ganz einfach aus Kokosöl, Natron, Birkenzucker und bei Bedarf ätherischem Öl. Da ist dann garantiert nichts Unerwünschtes enthalten. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

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    1. Mir hat letztens eine Freundin erzählt dass man Kokosöl für 20 Minuten jeden Tag in den Mund nehmen soll, dies töte wohl alles schlechte an Bakterien ab und ist auch gut für die Mundflora. Aber das richtig als Zahnpasta zu machen, darauf bin ich noch nicht gekommen, obwohl es so nahe liegt. Kannst du mir vielleicht die genaue Konzentration von allem verraten, damit ich mir die mischen kann? Das wäre furchtbar lieb. Die Zutaten hab ich auch bereits alle zu Hause 🙂

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      1. Ja, vom Ölziehen habe ich auch schon gehört – ich muss gestehen, dass ich mich das nicht traue. Ich bekomme leicht Würgereflexe und bin da dementsprechend etwas vorsichtig. 😉

        Gerne – ich nutze im Moment eine selbstgemachte Zahnpasta nach diesem Rezept hier: http://mehralsgruenzeug.com/2015/10/04/vegane-zahnpasta/

        Falls du die Paste ausprobierst, wünsche ich dir viel Spaß damit und bin gespannt, wie sie dir zusagt. 🙂
        Man muss sich zunächst etwas dran gewöhnen (vor allem an die Minzeblättchen, aber die habe ich in Ermangelung essbaren ätherischen Öls verwendet – sie können bei Bedarf also leicht dadurch ersetzt werden), aber es lohnt sich, finde ich. Vor allem habe ich durch das Kokosöl auch keinerlei Probleme mehr mit riesigen Lippen oder Mundwinkeln (besonders im Winter normalerweise hartnäckige Begleiter).

        Liebe Grüße!
        Jenni

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      1. Hierbei geht es ja nicht wirklich um den vegangen Aspekt, sondern viel mehr um den gesunden. Natürlichkeit bewehrt sich immer zu all dem industriellen. Zahnpastas müssen nicht zig Zusatzstoffe haben um zu wirken. Flurid und der ganze Müll, ist eher schädlich, als dass er den Zähnen gut tut. Mittlerweile mach ich mir meine eigene Zahnpasta und meinen Zähnen geht es blendend. Besser als je zuvor.

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      2. Ich hoffe du nimmst nicht an, dass ich Veganerin bin. Bin ich nämlich nicht. Ich esse so gut wie alles, solange nicht zig tausend Chemikalien enthalten sind. Das nenn ich gesund essen.

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      3. Ich war mir nicht 100%ig sicher. Allerdings reagieren Veganer nie so locker… daher war ich auch bisschen irritiert 😀
        Ich muss auch nicht andauernd Fleisch essen. Es gibt aber eben Dinge, auf die mag ich nicht verzichten. Vegetarisch ist ja auch vollkommen ok. Da gehören Eier und Käse ja auch hinein.

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      4. Auf was könntest du nicht verzichten? Ich bin zwar kein Veganer aber trotzdem strikt zu mir, was aber nicht heisst dass ich es zu anderen bin. Jeder muss selbst wissen ob er seine gesund aufs Spiel setzen will oder nicht. Ich kannte mal ne Veganerin die war auch locker drauf wenn es darum ging dass andere Fleisch essen. Aber ja vermutlich sind die meisten sehr anti.

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      5. Auf meine Leberkassemmel, Chicken Nuggets, Hendl, und eine Scheibe feinen Braten …
        Was ich gar nicht mag ist, wenn Vegetarier/Veganer versuchen, mich „gewaltsam“ zu überzeugen, dass ihre Lebensart gut ist. Leben und leben lassen. Allerdings habe ich oft das Gefühl, dass gerade Veganer da Probleme mit haben.
        Es gibt so einen schönen Witz, der den Nagel so schön auf den Kopf trifft:
        Woran erkennt man einen Veganer?
        Er erzählt es dir!

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      6. Darauf musst du auch nicht verzichten 😉 Die Nuggets würde ich persönlich aber schon weg lassen, weil sie fritiert sind. Darin sind viel zu viele Transfette, die hochschädlich sind. Diese militanten Veganer und Vegetrarier kann ich auch nicht leiden. Menschen haben schon immer Fleisch gegessen, sie sind Jäger, genau wie Löwen. Will man Löwen jetzt auch verbieten, zu jagen? Außerdem wenn man es genau betrachtet sind sie auch Mörder, oder leben Pflanzen etwa nicht? Jupp Veganer sind mächtig stolz darauf Veganer zu sein und treten es breit wo sie gehen und stehen, weil nur ihre Einstellung die Wahrheit ist. Mal ehrlich, wer hat heute schon die Wahrheit für sich gepachtet?

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    1. Ich sehe, du hast den Sinn des Witzes perfekt erkannt 🙂 Da muss ich nichts mehr sagen.

      Genau… der Mensch ist ein Tier. Also lebt er auch danach… 😉 Jedem das seine wie man so schön sagt.

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    1. Ach was, du hast doch auch ne freie Meinung. Wie käme ich dazu bloß wegen einer Meinungsverschiedenheit, die Beiträge von dir zu übergehen. Nee nee, bleib du mal wie du bist und schreibe frei, was du denkst. Ich bin gespannt es zu lesen. 🙂

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      1. Lohnt sich „nicht wirklich“, wie „man“ heutzutage sagt. Ich hätte zur Überlegung gestellt, ob die Intensität des Kontaktes und die Verweildauer im – freilich mit aufnahmefreudigen Schleimhäuten ausgelegten – Mundraum möglicherweise nicht unbedingt im Verhältnis zur Ambition Deiner Studie steht. Und daß die Wahrnehmung einer verbesserten Mundflora vielleicht nicht unmittelbar auf das verwendete Produkt zurückzuführen sein könnte (abhängig davon, was zuvor benutzt wurde).
        Vulgo: Sach‘ mal – Du mußt ja Zeit haben!
        Ich nehme auch kein Fluorid in Zahnpasta oder Salz, lese das Kleingedruckte auf Lebensmittelpackungen und bedaure, daß ich die Aufzucht der von mir verwendeten Zutaten nicht verfolgt habe. Aber mir Sorgen um Sorbit (hübsche Aliteration) in der Zahnpasta zu machen, nee…
        So – das darfst Du jetzt nicht gegen mich verwenden, Du hast es versprochen!

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      2. Klar hab ich Zeit und ich nehm sie mir auch. Da ich mit herkömmlichen Zahncremes immer Probleme hatte, muss ich das auch. 🙂 Diese Zahncreme hatte ich bis dato schon ca. 2 Monate verwendet, daher denke ich, dass ich durchaus sagen kann, eine Verbesserung fest zu stellen. Aber es könnte auch die Macht der Gedanken sein 😉 Ich bin allerdings mittlerweile auf selbsthergestelle Pasta umgestiegen, die bekommt mir bisher am besten. Und vorallem entscheide ich, was drin ist. Natürlich ist Sorbit jetzt nichts worüber man sich extrem den Kopf zerbrechen sollte, da gibt es durchaus schlimmere Stoffe, aber wenigstens sollte es erwähnt werden. Obwohl ich das natürlich auch nicht bestimmt sagen kann, man weiß nie wie sich ein Stoff dauerhaft auswirken kann. Ich freue mich über deine Überlegungen, denn bei jeder Überlegung, lernt man auch etwas neues. Egal ob sie von mir selbst kommt oder von jemand anderem. 🙂

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