Gastbeitrag · KDrama

Hallyu weiter auf dem Vormarsch – Gastbeitrag

Warum Hallyu einmal mehr zuschlägt

Es ist ein Thema, das womöglich nicht jeder kennt – und dennoch ist es allgegenwärtig. Nur erkennt es vielleicht bloß das mehr oder minder geschulte Auge. Die Rede ist vom Hallyu – der koreanischen Welle.

Jeder wird sich an den im Jahr 2012 erschienenen Hit Gangnam Style von Musiker PSY erinnern. Es ist das meistgeklickteste Video auf YouTube seit jeher. Aktuell kann es über 2,831 Milliarden Aufrufe verzeichnen. Doch das ist nicht bloß eine einmalige Sache, sondern bloß einer von vielen Höhepunkten, die Hallyu außerhalb Koreas verzeichnen kann.

Bereits seit vielen Jahren erfreut sich die Musikrichtung K-POP an großer Beliebtheit. Hierbei handelt es sich übrigens um eine Abkürzung für korean popular music – ganz ungleich dem, was viele nämlich denken; der korean pop-music! Auch Hip-Hop, Rock und zum Teil sogar schon fast metallastige Titel lassen sich hier finden. Es ist eine Industrie, die massive Erfolge zu verzeichnen weiß und beinahe schon dem indischen Bollywood gleichzusetzen ist – nur eben mit Musik anstatt von Film.

Fans von K-POP haben bestimmt schonmal von dem Gayo Daejun oder dem Gayo Daejejeon gehört, zwei äußerst populären Veranstaltungen, die stets zum Jahresende stattfinden. Sie ähneln dem hier bekannten The Dome und gemeinsam blickt eine ganze Ära Jahr für Jahr darauf zurück, was für ein neuer Meilenstein nun geschaffen worden ist. Das Gayo im Namen ist hier der koreanische Begriff für K-POP.

Amüsant mitanzusehen ist es allemal, wie die Welt gerade ordentlich von diesem Kult-Phänomen durchgerüttelt wird, wo die Ursprünge dieser heute so unvergleichlichen Musik in Amerika liegen. Inspiriert von NSYNC, Spice Girls & Co. wurden in den 1980er Jahren die ersten Bands gegründet, die noch heute den Werdegang dieser Stilrichtung maßgeblich beeinflussen.

Doch inwieweit hat das mit dem Hallyu zu tun, das wir aktuell in Korea spüren können? Es finden immer mehr Konzerte auch in Europa statt und derzeit kann auch die koreanische Filmindustrie immer mehr an Beliebtheit gewinnen. Das heldenhafte Dorama Descendants of the Sun etwa wird mittlerweile an 32 Länder auf der ganzen Welt exportiert. Wo vor ein paar Jahren maximal ein paar Schmuckstücke, wie I’m a Cyborg and that’s okay oder Bystanders auf Deutsch übersetzt worden sind, haben es 2016 erst die beiden Filme Train to Busan und Die Taschendiebin in deutschsprachige Kinos geschafft. Damit sind das die ersten beiden großen Erfolge aus dem Land der Morgenstille, die nach dem Erfolg von The Host 2006 deutsche Kinogeschichte schreiben dürfen.

Konzerte in Kooperation mit südkoreanischem Orchester finden zunehmend öfter statt und immer mehr koreanische Fernsehsender setzen auf YouTube ein Zeichen für internationalen Austausch – sie bieten ihre Sendungen mit fremdsprachigen Untertiteln an. Derzeit meist noch hauptsächlich auf Englisch, aber es ist ein großer Schritt in Richtung der Internationalisierung und die immer kürzer werdenden Abstände solcher zu verzeichnender Erfolge sprechen für sich.


Hat euch dieser Beitrag gefallen? Er stammt von ansoko, einem deutschsprachigen Onlinemagazin über Südkorea und alles, was dazugehört. Dort könnt ihr Rezensionen zu Buch, Film & leckeren Süßigkeiten finden, über die Geschichte Koreas oder der dort vorherrschenden Mentalität nachlesen. Lasst euch von dem Lebensstil eines so modernen und zugleich tief kulturellen Land gefangen nehmen und verliebt euch mit uns in dieses Land. Wir freuen uns!

Pic by http://ten-dou.deviantart.com/

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