Allgemein

Eine Gute Tat, Jeden Tag – Unterstützt mich dabei

Zu später Stunde, eine Herzensangelegenheit.

Wie das so ist, stolpert man manchmal in Dinge rein, die das Leben von einer neuen Seite zeigen. So wurde ich auf ein Projekt aufmerksam gemacht, welches ich wirklich lobenswert finde und welches ich gerne unterstützen möchte. Um mit gutem Beispiel voran zu gehen, habe ich das natürlich bereits getan, so wie viele andere Menschen auch. Meine gute Tat für den Tag.

Von was rede ich eigentlich?

Von KidsKultür Potsdam. Leider wohne ich nicht mehr in Potsdam, weswegen ich auch nicht vor Ort helfen kann, aber das muss man auch nicht. Denn bereits mit wenigen Euro ist dem Verein geholfen und den Kindern natürlich auch. Denn am Ende fließt das Geld zu ihnen. Damit ihr Kultür Potsdam besser kennenlernt, habe ich ein Interview mit einer der Gründerinnen geführt.

Wer ist Kultür Potsdam?

Wir sind ein Projekt des Neue Kulturwege e.V. und vermitteln kostenfreie Veranstaltungstickets an Erwachsene und Kinder, die es sich so nicht leisten können Theater, Museum, Konzerte oder Sportveranstaltungen zu besuchen.

Wie kommt man dazu, so einen Verein zu gründen?
Inspiriert wurde die Idee von den GründerInnen des KulturLeben Berlin e.V., welche damals ihr Konzept an der Fachhochschule in Potsdam im Bereich Kulturarbeit vorgestellt hatten. Die vier begeisterten Potsdamer Studentinnen griffen diese Idee auf, um den Mitmenschen ihrer Stadt auch die Chance auf kulturelle Teilhabe zu gewähren. Schließlich wird Potsdam ja auch kräftig als Kulturstadt beworben. Mit der Zeit wuchs aus dem Uniprojekt ein vitales und vielseitiges Programm, welches in seiner Art einzigartig in Potsdam und Brandenburg ist und den großen Kulturhäusern als ’Vertrieb’ zur Seite steht und hilft, deren gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen.

Wie lange gibt es den Verein schon?

Das Projekt wurde im April 2013 gegründet und kurz darauf hat Neue Kulturwege e.V. die Trägerschaft übernommen.

Welche Partner sind mit an Bord?
Wir haben die unterschiedlichsten Arten von Partnerschaften. Ganz vorne unsere derzeit mehr als 60 Kulturpartner, die uns Karten zu ihren Veranstaltungen zur Verfügung stellen wie z.B. die Biosphäre Potsdam, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, der Filmpark und der SV Babelsberg 03 etc. Des Weiteren arbeiten wir mit 60 Sozialpartnern zusammen, wie z.B. der AWO, dem Jobcenter, Kinderheimen usw. . Darüber hinaus unterstützen uns natürlich diverse andere Institutionen und Venues als Multiplikatoren sowie Individuen aus den verschiedensten Bereichen: Schauspielerin Isabell Gerschke als Schirmherrin, Kulturmanager Dr. phil. Patrick S. Föhl und Vize WM Bodybuilder Andreas Bosse als Botschafter und es werden stetig mehr. Auch mit dem Bundesverband Die Tafel insbesondere Frau Imke Eisenblätter haben wir eine enge Verbindung seit unseren ersten Schritten. Schnittstellen finden sich überall, daher ist unser Spektrum an Gästen, Ehrenamtlichen sowie Partnern natürlich sehr weit gefächert und kunterbunt.

Beschränkt sich das Projekt auf Potsdam oder gibt es euch in ganz Deutschland?
Das Konzept gibt es tatsächlich deutschlandweit. Mittlerweile setzen sich mehr als 50 Vereine in Deutschland aktiv für kulturelle Teilhabe ein. Sie heißen zum Beispiel Kulturtafel, Kulturdrehscheibe, Kulturpforte oder Kulturloge. Vernetzt sind sie in der Bundesarbeitsgemeinschaft Kulturelle Teilhabe. Mehr Informationen unter: http://www.kulturelleteilhabe.de

Was ist euer Hauptanliegen?

Derzeit befinden wir uns bei Kultür Potsdam in einer bewegenden Phase und unser Fokus erweitert sich mit jedem Tag. Wir begannen mit dem Wunsch Menschen zu helfen, ein Teil der kulturellen Erlebniswelt Potsdams sein zu können. Mittlerweile und vor allem in den letzten Monaten ist uns bewusstgeworden, dass es um so viel mehr geht als nur den Kindern aus sozial schwächeren Familien ein schönes Erlebnis zu gewähren. Es geht um Persönlichkeitsentfaltung, Fantasieentwicklung und grenzüberschreitende Kommunikation. Es geht um die Möglichkeit, den Kindern einen Weg aufzuzeigen, sich und ihre Zukunft neu zu definieren. Dazu gehört auch, sie mit Gleichaltrigen der besser gestellten Gesellschaft zusammenzuführen, denn auch diese haben so einiges zu lernen. Die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer und ich erlebe es immer wieder, wie die Abschottung von beiden Seiten schon in Kindesalter beginnt. Aber nun leben wir in einer Zeit, die uns eine eher graue Zukunft voraussagt. Sei es in politischer Hinsicht oder auch den immer klarer werdenden Klimawandel. Wir haben den nächsten Generationen wortwörtlich ein Schlachtfeld hinterlassen und wenn sie nicht aus unseren Fehlern lernen, sieht es eher dunkel aus. Einfühlungsvermögen, Kreativität, Kommunikation und so weiter waren schon immer gute Tugenden aber sind nun in meinen Augen zu (Überlebens)notwendigen Charaktereigenschaften geworden. Eine neue Zeit ist herangebrochen und wir können der nächsten Generation mit Sicherheit nicht zeigen, wie sie damit umgehen sollen. Doch wir müssen die Verantwortung für unsere Mitgift übernehmen und ihnen Werkzeuge anbieten, mit denen sie sich den kommenden Gegebenheiten hoffentlich besser anpassen können. Am Wichtigsten ist hierbei die Erkenntnis, dass sie nur gemeinsam der Zukunft gewachsen sind. Kulturelle Bildung ist die Brücke zwischen verschiedenen Sozialgruppen und ein Grundbaustein für das gesunde Heranwachsen eines Kindes. Für mich ist kulturelle Bildung tatsächlich ein Weg in Richtung Frieden und Umweltbewusstsein.

Warum gibt es euch überhaupt?  Sollte es nicht normal sein, dass alle Kinder gleiche Chancen haben?

Ja. Genauso sollte es normal sein, dass alle Menschen sich keine Sorgen über Essen, Wohnen und Krieg machen müssen. Ein Ausflug in meine Gedankenwelt zu diesem Thema würde hier den Rahmen sprengen, aber um mich kurz zu fassen: Idealerweise gäbe es nicht einen sozial tätigen Verein! Wir alle, die wir für diesen Sektor unser Herz bluten lassen, räumen quasi nur das auf, was in einem gesunden gesellschaftlichen und politischen Haushalt nie aufkommen dürfte. Bei uns sind derzeit 509 Kinder als Gäste registriert. Im vergangenen Jahr lebten in Potsdam 3713 Kinder unter dem SGB II. Unser Ziel ist es, alle Kinder und deren Familien zu erreichen mit besonderem Fokus auf die, welche sich eventuell nicht für uns sowie kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe interessieren. Diese brauchen uns am Meisten.

kultürpotsdam

Ihr macht bei einer Crowdfunding Kampagne mit. Was bedeutet das?

Da wir, wie alle Vereine, natürlich immer mit leeren Taschen arbeiten müssen, haben wir uns jetzt einfach selbst ans Ruder gesetzt und eine Crowdfunding Kampagne bei Plattform Startnext gestartet. Hierfür haben wir uns eine Zielsumme von EUR 8.000 gesetzt, welche wir bis zum 30.September erreichen müssen. Dazu kann man uns von der ganzen Welt aus via der Crowdfunding Plattform unterstützen und sich, wenn man mag, auch gleich noch ein Geschenk aussuchen. So bekommt man für seine gespendeten EUR 5,00 zum Beispiel gutes Karma. Aber es gibt auch von Kindern bemalte Jutebeutel oder auch die Illustrationen aus unserem tollen Crowdfunding Video. Sollte die Zielsumme nicht erreicht werden, bekommen alle Unterstützer ihr Geld zurück. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass man für seine Unterstützung auch eine Spendenquittung erhalten kann.

 Erzählt mir was zu eurem Startnext Projekt!

Für Startnext haben wir uns speziell auf unser Projekt KidsKultür Potsdam fokussiert, da diese Kampagne gleichzeitig an einen deutschlandweiten Wettbewerb gekoppelt ist, welcher sich an innovative Bildungsprojekte richtet. Wir sind sehr stolz, dass wir hier unsere schöne Kulturstadt Potsdam vertreten dürfen. Für diesen Wettbewerb haben die Deutsche Bank Stiftung und Social Impact Finance einen Matching Fond zur Verfügung gestellt in Höhe von EUR 80.000. Dieser wird unter den 7 teilnehmenden Vereinen aufgeteilt. Wichtig hierbei ist, dass dies nach Anzahl der Unterstützer (Spender) geht. Das heißt, je mehr Unterstützer (Spender) wir gewinnen können, desto höher wird die Ausschüttung aus diesem extra Topf sein. Hierfür ist die Deadline schon diesen Freitag, den 15.9. um 12 Uhr!!!!!! Also bitte noch schnell Deinen Take Away Kaffee für eine EUR 5.00 Spende für gutes Karma bei uns eintauschen. Ansonsten habt ihr natürlich noch den ganzen September Zeit uns zu unterstützen.

Wie kann ich KUL-TÜR-ÖFFNER werden und unterstützen?

Auf der Crowdfunding Plattform www.startnext.com/kidskultuerpotsdam kann man uns entweder anonym oder auch mit seinem Namen ganz einfach unterstützen. Jeder Taler hilft und Du kannst via Lastschrift, Kreditkarte, Sofort-Überweisung und Vorkasse uns den Deinigen zukommen lassen.
Was wir natürlich noch viel mehr brauchen, ist die Verbreitung unserer Kampagne und unserer Arbeit. Folgt und teilt uns auf Facebook, Instagram, Twitter und YouTube. Erzählt Euren Freunden und Familien von unserer Arbeit. Wir sind nur so stark wie unsere Unterstützung.

Wer in Potsdam und Umgebung wohnt ist herzlich eingeladen uns in unserem Mutterschiff in Babelsberg zu besuchen. Wir suchen immer helfende Hände für aller Art von Tätigkeiten wie z.B. Telefonieren, Computerarbeit, Standbetreuung, Marketing, Fuß Massagen etc.

Mehr Info unter

Spendenseite https://www.startnext.com/kidskultuerpotsdam

YouTube Video https://www.youtube.com/watch?v=ZIpm4jJ7wuQ

Verein http://www.kultuer-potsdam.de

Facebook / Instagram / Twitter: @kultuerpotsdam

http://www.facebook.com/kultuerpotsdam

http://www.instagram.com/kultuerpotsdam

http://www.twitter.com/kultuerpotsdam

Ich kenne ja wirklich viele Projekte, aber hier kann ich mir absolut sicher sein, dass das Geld auch wirklich dahin kommt, wo es hin soll. Ich habe liebe Freundinnen vor Ort, die eifrig mithelfen und ich kann das auf diese Weise. Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr den Beitrag teilt, egal wo und dieses Projekt bekannt macht. Und vielleicht schaffen wir es sogar so viele Unterstützer bis Freitag zusammen zu kriegen, damit der Wettbewerb gewonnen werden kann. Denn mehr Geld bedeutet auch mehr Kultur und Teilhabe für die Kids.

Ich bin sehr traurig darüber, dass diese Aufgabe durch einfache Bürger umgesetzt werden muss, statt durch die Politik, die es vernachlässigt und das seit vielen Jahren, den Kindern eine bessere Perspektive zu schaffen.

Ein Herz für die nächste Generation. ❤

Ich danke euch fürs lesen und teilen. Von ganzem Herzen. 🙂

euremia

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